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Candidate Journey Prognose: Das wird 2019 wichtig!

Candidate Journey Prognose 2019

2019, ein neues Jahr im Recruiting ist angebrochen. Welche Rolle wird dabei die Candidate Journey spielen?

Die Recruiting-Situation in Deutschland spitzt sich weiter zu. Auch wenn das Wachstum abnimmt: die Arbeitslosenzahlen rücken der Vollbeschäftigung immer näher. Diese könnte bereits ab 2020 erreicht werden. Es wird für Personaler damit immer schwieriger, für alle vakanten Stellen schnell talentierte Kandidaten zu finden. Um dieser und anderen Herausforderungen zu begegnen, müssen Recruiter entscheiden, für welche Strategie sie ihre knappen Ressourcen einsetzen. Eine dieser Strategien, die in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen hat, ist die Optimierung der Candidate Journey. Doch wie sieht es damit in Zukunft aus? Wie ist die Candidate Journey Prognose für 2019 und welche Trends können Sie für sich zu Nutze machen? Lesen Sie jetzt fünf Thesen dazu. 

 

1. Die Candidate Journey wird 2019 noch wichtiger

Die perfekte Candidate Journey bleibt der Heilige Gral des Recruitings. Dass die Suche danach noch intensiver wird, liegt daran, dass der Wandel des Arbeitsmarktes anhält: Weg vom “Stelle ausschreiben, Bewerber aussuchen”-Markt, hin zu einer “Marke erschaffen, Kandidaten anlocken”-Struktur. Immer näher rückt der vollkommen Kandidaten-orientierte Arbeitsmarkt. Und auf diesem Markt ist das Unternehmen König, das die Kandidaten bedient.

Woran das liegt? Hier die Kurzversion: Seit Jahren wächst die Wirtschaft in Deutschland. Das Wachstum erfordert mehr Arbeitskräfte, vor allem digital-affine. Diese gibt es dank demografischen Wandels aber nicht gerade in Massen. Insgesamt nähern wir uns also der Vollbeschäftigung an und Sie als Recruiter haben immer größere Probleme, talentierte Mitarbeiter zu finden, weil jeder talentierte Mitarbeiter haben möchte. Weil sich also insbesondere diese Talente ihren Job aussuchen können, müssen Recruiter um sie werben und ihr Unternehmen ordentlich profilieren. Und genau hier setzt die Candidate Journey an, beziehungsweise der Versuch, sie zu perfektionieren.

Nun wandelt sich nicht nur der Arbeitsmarkt, sondern auch die Wünsche der Bewerber. Deshalb müssen Sie sich immer daran anpassen, was Ihrer Zielgruppe gerade am wichtigsten ist. Was das ist, also was Kandidaten 2019 wichtig wird, lesen Sie in den folgenden vier Prognosen.

 

2. Am Smartphone entscheidet sich Ihre Candidate Experience

Mobil ist die Zukunft. Dieses seit Jahren bekannte Credo ist längst auch im Recruiting angekommen. Der Anteil der Kandidaten, die häufig über ihr Smartphone nach Jobs suchen, hat sich in nur drei Jahren mehr als verdoppelt: Fast die Hälfte aller Jobsuchenden recherchierte 2017 unterwegs am Handy. 2019 könnte dieser Anteil bereits auf zwei Drittel steigen.

Diese Zahlen zeigen: Ihre Stellenausschreibungen und Informationsangebote müssen sich vorrangig an mobile Nutzer richten. Ansonsten verlieren Sie den Großteil der potenziellen Bewerber. Was können Sie also tun?

Erstens sollten Sie Ihre Website, besonders Ihre Karriereseite, responsiv gestalten. Das heißt, dass sich die Darstellung Ihrer Seite, Texte und Grafiken automatisch der Bildschirmgröße des jeweiligen Gerätes anpasst. Wenn Sie kein solches Design haben, leidet die User Experience der Betrachter und – bei Kandidaten – die Candidate Experience.

Doch noch ein Grund spricht dafür, dass Sie Ihre Seite mobil optimieren: Google weitet seinen Mobile First Index zunehmend aus. Die Konsequenz ist, dass mobil gestaltete Seiten grundsätzlich höher in den Suchergebnissen auftauchen. Also: Wenden Sie ein responsives Design an, um gut zu ranken und Kandidaten über die Google-Suche anzuziehen.

Zweitens sollten Sie die Lade-Geschwindigkeit Ihrer Seite optimieren. Denn gerade für mobile Nutzer (im nicht immer überragenden deutschen Netz) ist es wichtig, dass sie nicht erst mehrere Megabytes an Bildern laden müssen, bevor sie die Seite sehen. Der Site-Speed ist auch ein einflussreicher Ranking-Faktor für Suchmaschinen.

Was Sie für schnelleres Laden tun können? Im ersten Schritt macht es bereits einen großen Unterschied, wenn Sie die Bilder auf Ihrer Seite optimieren. Komprimieren Sie die Bilder mit einem der zahlreichen Tools im Internet und bringen Sie sie auf die richtige Größe – Sie müssen kein Bild mit 5000 x 3000 Pixeln Größe hochladen, wenn es nur mit 500 x 300 Pixeln angezeigt wird. Zur weiteren Optimierung gibt es etliche detaillierte Guides im Internet.

 

Bewerbung am Handy

Es reicht nicht mehr aus, Handy-Nutzer zu informieren. Stattdessen sollten Sie den immer zahlreicher werdenden Kandidaten entgegenkommen, die Ihre Bewerbung bevorzugt am Handy erstellen und abschicken.

Um das problemlos zu ermöglichen, sollten Sie eine Bewerbungsseite anbieten (mobil optimiert versteht sich). Hier sollte eine Bewerbung in unter 10 Minuten mit möglichst wenigen Klicks realisierbar sein.

 

3. Die Macht der Kandidaten

Die sozialen Medien sind für Recruiter wie Sie ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite können Sie effektives Employer Branding betreiben. Die Kehrseite bedeutet jedoch eine zunehmende Ermächtigung der Kandidaten.

Nie zuvor war es für diese so leicht, ihre Meinung und Erfahrung einer breiten Öffentlichkeit kundzutun. Zum einen stehen den Kandidaten dazu die sozialen Medien zur Verfügung. Hier können sie allen, zumindest aber ihrem Bekanntenkreis, beispielsweise von Ihren Jobinterview-Erfahrungen erzählen.

Genauso mächtig ist die Möglichkeit, bei Portalen zur Arbeitgeberbewertung (wie kununu oder Glassdoor) eine Review zu hinterlassen. Diese sind häufig die erste Anlaufstelle von potenziellen Bewerbern, um sich ein Bild von Arbeitgebern zu machen. Und sie sind häufig der Ort, an dem Kandidaten ihr Erlebtes teilen. Nicht ohne Grund befinden sich diese Portale in rasantem Wachstum.

Und hier müssen Sie 2019 besonders aufpassen. Denn drei von fünf Kandidaten würden negative Erfahrungen mit ihrem Bekanntenkreis teilen, ein Drittel von ihnen sogar öffentlich im Internet. Jobsuchende lassen sich von diesen Reviews leicht abschrecken.

Doch Sie können dagegen an wirken. Positive Erfahrungen teilen Kandidaten noch eher als negative. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter und Jobanwärter auf, Ihr Unternehmen bei entsprechenden Portalen zu bewerten. Seien Sie zudem selbst aktiv dort, legen Sie ein Unternehmensprofil an und gehen Sie auf Rückmeldungen ein.

Die zunehmende Macht der Kandidaten sollte Ihnen zu denken geben, wenn Ihre Candidate Journey unausgearbeitet ist. Mit einer durchweg positiven Candidate Experience hingegen können Sie die Bewerber als Mittel zum Employer Branding genießen.

 

4. Sprechen Sie auf Augenhöhe, ehrlich … und schnell

Die richtige Kommunikation ist das A und O der Candidate Journey. Sie macht einen Großteil der Candidate Experience aus, weil sich hier zeigt, ob Sie den Kandidaten wertschätzen. Um dem Kandidaten dieses Gefühl der Wertschätzung zu vermitteln, sollten Sie ihn stets auf dem Laufenden halten. Lassen Sie Ihre Kandidaten niemals im Dunkeln.

Nutzen Sie regelmäßige, automatische Nachrichten, damit die Kandidaten informiert bleiben. Doch reden Sie persönlich mit ihnen, wenn es angebracht ist. Zum Beispiel bei der Absage nach einem Bewerbungsgespräch: Da reicht es nicht eine E-Mail à la “Sie haben es nicht geschafft, tschüss!” zu senden. Stattdessen sollten Sie am Telefon Bescheid sagen oder zumindest die Gründe für die Absage erläutern.

2019 können Sie mit neuen Arten der Kommunikation experimentieren. Sie könnten einen Chatbot einrichten, den der Kandidat nach dem Status seiner Bewerbung fragen kann; oder einen interaktiven WhatsApp-Chatbot, mit dem der Kandidat das Jobinterview üben kann. Wie wäre es mit einem von Ihnen gehosteten Community-Forum, in dem sich Mitarbeiter und Bewerber austauschen können?

Klar, das bedeutet eine Menge Arbeit. Aber all diese Angebote steigern Ihre Candidate Experience ins Unermessliche, wenn sie erst einmal angelaufen sind. Wenn Sie dafür jedoch nicht die Ressourcen haben: Das Mindeste ist eine E-Mail-Kette, die den Bewerber je nach Status informiert. So etwas lässt sich dank zahlreicher Tools und Anbieter in relativ kurzer Zeit einrichten.

 

5. Lassen Sie die Bots schuften!

Spätestens 2019 sollten Sie anfangen, die digitale Automatisierung für sich und Ihr Recruiting zu nutzen. Die oben genannten Beispiele in der Kommunikation sind nur einige von vielen Möglichkeiten, wie Sie sich von wiederkehrender Arbeit entlasten. Indem Sie Bots und Software für sich arbeiten lassen, können Sie sich auf die anspruchsvollen Kernaufgaben konzentrieren: Das Finden, Anwerben und Auswählen von Arbeitskräften und Talenten.

Eine Software, die Sie für sich arbeiten lassen können, ist Vitapio. Diese HR-Software-Lösung entlastet Sie beim zeitintensiven Bewerbermanagement und hilft Ihnen beim Entdecken von Talenten.

Mit Vitapio können Sie in Sekundenschnelle ausführliche, strukturierte Profile Ihrer Bewerber anlegen. Vergleichen Sie diese durch Filtern und Priorisieren, um die besten Kandidaten auszuwählen. Legen Sie für Ihr zukünftiges Recruiting eine Bewerberdatenbank mit den zweitbesten Jobanwärtern an. Seien Sie bei all diesem effektiv und sparen Sie Zeit – dank Vitapio.

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Unterm Strich: Candidate Journey Prognose 2019

Wer 2019 zu den Top-Recruitern Deutschlands zählen will, muss sich mit der Candidate Journey beschäftigen. Zahlreiche Gründe zeigen, dass es sich lohnt, die Candidate Experience im Unternehmen zu verbessern. Um ganz vorne mit dabei zu sein, sollten Sie auf die Automatisierung zeitintensiver Prozesse, effektivere Kommunikation und positive Erfahrungsberichte durch Kandidaten setzen.