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Lebenslauf Berufserfahrung: So werden Sie zum Experten

Lebenslauf Berufserfahrung

Die Berufserfahrung ist einer der Hauptkriterien bei der Bewerberauswahl. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Erfahrung am besten angeben. Bild von ©Kzenon – de.fotolia.com

Der wohl wichtigste Teil in Ihrem Lebenslauf ist die Berufserfahrung. Durch die Auflistung Ihres bisherigen beruflichen Werdegangs bekommt Ihr zukünftiger Arbeitgeber einen genauen Eindruck von Ihren Kenntnissen, Erfahrungen und Qualifikationen. Das A und O ist es also, den Inhalt Ihrer beruflichen Tätigkeiten in Ihrer Bewerbung überzeugend aufzubereiten.
Was will Ihr potenzieller künftiger Arbeitgeber also wohl gerne in Ihrem Lebenslauf lesen?

In diesem Artikel lernen Sie:

  1. Was alles in den Abschnitt über Praxiserfahrungen gehört
  2. Auf welche Punkte Sie verzichten können
  3. Wie detailliert Sie die Informationen zu Ihren Beschäftigungen angeben sollten
  4. Wie Sie auch ohne Arbeitserfahrung mit Ihrem Lebenslauf überzeugen können

Außerdem: Verpassen Sie nicht unsere sieben Geheimtipps zum Schluss!

 

Berufserfahrung im Lebenslauf: Worauf Sie achten sollten

Grundsätzlich sollte Ihr Curriculum Vitae, wenn Sie mehrjährige Erfahrung vorweisen können, nicht über jede Kleinigkeit Auskunft geben müssen. Im Fokus sollten immer die für die angestrebte Stelle relevanten Kompetenzen stehen. Dabei sollten Sie kurz und präzise auf Ihre Aufgaben oder Verantwortungsbereiche eingehen, ohne jedoch zu sehr ins Detail zu gehen. Stichpunkte sind üblicherweise übersichtlicher als kilometerlange Absätze. Ebenso sollten Sie je nach Relevanz entscheiden, ob Sie zuerst Ihre Beschäftigungen oder aber Ihre berufliche Ausbildung auflisten. Einheitlich sollten Sie jedoch immer die chronologische Reihenfolge lassen, mit der Sie auf die jeweiligen Stationen eingehen:

  • Arbeitsstelle
  • Titel
  • Name des Unternehmens
  • Dauer der Beschäftigung
  • kurze Beschreibung
  • Zuständigkeitsbereich

 

Das will der Personaler in Ihrem Lebenslauf lesen

Gehen Sie davon aus, dass es Glückssache ist, ob Ihre Arbeitserfahrung den von Ihren potenziellen Arbeitgebern gesuchten Fähigkeiten entspricht?

Dann liegen Sie falsch! Werfen Sie unbedingt noch einmal einen Blick auf die Stellenausschreibung, denn meist sind hier schon Hinweise auf die gesuchten Fähigkeiten und Qualifikationen gegeben. Vorsicht ist jedoch geboten. Auf keinen Fall sollten Sie einfach per Copy und Paste die Schlüsselbegriffe aus der Ausschreibung einfügen. Ein guter Lebenslauf zeichnet sich nicht durch 0815-Phrasen aus. Arbeiten Sie also mit vielfältigen Verben und Synonymen.

 

Berufserfahrung im Lebenslauf: Der ideale Aufbau

Der berufliche Werdegang sollte im tabellarischen Lebenslauf nach den persönlichen Daten aufgeführt werden. Abgesehen davon sollten Sie, wenn es um Ihre praktischen Erfahrungen geht, nicht den typischen Vorlagen folgen. Ihre Praxiserfahrung ist individuell – genau wie Sie selbst! Somit sollten Sie auch überlegen, welche Qualifikationen im Fokus stehen sollten, um Sie glänzen zu lassen! Bildungsweg und berufliche Erfahrung sollten wie der restliche Lebenslauf tabellarisch dargestellt werden.

Sind Sie Berufseinsteiger? Dann wäre es sinnvoll, Ihre Ausbildung vor dem wahrscheinlich noch relativ begrenzten beruflichen Werdegang darzulegen. Weisen Sie schon mehrjährige Erfahrung auf, nennen Sie die aktuellste Anstellung zuerst. Außerdem bietet sich Ihnen auch die Möglichkeit, nicht in Abschnitte zu unterteilen, sondern alle Angaben unter einer einheitlichen Überschrift zu sammeln. Darunter teilen Sie dann die Informationen in die drei Teilbereiche „Schulausbildung“, „Akademische Ausbildung“ und „Berufserfahrung“ ein. Dies verschafft eine klare Übersicht. Die einzelnen Stationen Ihrer Arbeitserfahrung können Sie folgendermaßen aufbereiten:

Zeitliche Daten

Dazu gehören Beginn und Ende der jeweiligen Beschäftigung, aufgeführt mit Monat und Jahr. Achten Sie auf korrekte und vollständige Angaben, damit nicht versehentlich eine Lücke in Ihrem Lebenslauf entsteht.

Berufsbezeichnung

Geben Sie die offizielle Berufsbezeichnung an, wenn es sich um eine allgemein bekannte Position handelt. Bei unternehmensspezifischen Bezeichnungen fügen Sie eine kurze Erläuterung dazu.

Angaben zu dem Unternehmen

Geben Sie kurz Informationen zum Unternehmen, bei dem Sie angestellt waren, sowie zum Beschäftigungsort an. Damit kann der zukünftige Arbeitnehmer das Arbeitsumfeld, in dem Sie tätig waren, besser einschätzen kann. Solche Angaben können unter anderem die Branche/das Geschäftsfeld oder die Erfolge, die das Unternehmen auszeichnen, betreffen (beispielsweise „größter Hersteller für XY“).

Aufgabenbereiche und Erfolge

Gehen Sie kurz auf die Kernaufgaben ein, die mit der von Ihnen bekleideten Position einhergingen. Hier können Sie auch besonders erfolgreiche Projekte erwähnen.

 

So umfangreich stellen Sie Ihre Berufserfahrung dar

Wie weit der Abschnitt über Berufsausübungen in Ihrem Lebenslauf zurückreichen sollte, ist natürlich abhängig von dem Umfang Ihrer Erfahrung. Überlegen Sie sich zur groben Orientierung, in welche Kategorie von Bewerbern Sie eingeordnet werden würden.

1. Der Erfahrene
Sie sind schon lange in der Branche tätig und weisen einige berufliche Erfolge vor. Wenn Sie in diese Kategorie gehören, ist es wichtig, dass Sie nur relevante berufliche Tätigkeiten erwähnen. Auf keinen Fall sollte der Abschnitt über Ihren beruflichen Werdegang im Lebenslauf weiter als 15 Jahre zurückreichen. Viel ist nicht automatisch besser.

2. Der Junior-/Mittellevel-Bewerber
Sie konnten schon ein paar Jahre beruflicher Erfahrung sammeln. Aufgrund dessen führen Sie detaillierte Beschreibungen Ihrer Jobs auf, samt den relevanten bekleideten Positionen. Auch passende Praktika können Sie kurz anreißen.

3. Der Berufseinsteiger
Sie haben gerade die Ausbildung oder das Studium beendet? Dann listen Sie alles an geleisteter bezahlter Arbeit oder Praktika auf.

4. Der Bewerber ohne jegliche Erfahrung
Sie haben gerade erst Ihren Schulabschluss in der Tasche? Besondere Projekte oder Erfahrungen als Schüler, Praktika und auch alles an unbezahlter Arbeit sollten Sie mit aufführen. Nennen Sie ruhig auch außerschulische Aktivitäten wie Teamsport oder freiwilliges Engagement, beispielsweise in Jugendorganisationen. Auch mit Soft Skills können Sie überzeugen!

 

Bewerben ohne Berufserfahrung?

Auf Berufseinsteiger wirkt es häufig wie ein nicht endender Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gibt. In allen Ausschreibungen werden mehrere Jahre Berufserfahrung verlangt. Aber wo soll diese als Einsteiger herkommen? Ohne Job gibt es schließlich keine Berufserfahrung, aber ohne vorherige Berufserfahrung auch keinen Job.
Wie können Sie also trotz fehlender Berufserfahrung mit Ihrer Bewerbung überzeugen?

Listen Sie jegliche Nebenjobs auf. Auch wenn die dort verübten Tätigkeiten in erster Linie vielleicht nicht den geforderten Hard Skills gleich kommen, können Sie dennoch punkten. Fähigkeiten wie Teamwork, Kundenbetreuung oder organisatorische Kompetenzen sind keinesfalls unbedeutend. Wir haben einen eigenen Ratgeber zu dem Thema geschrieben, wie Sie Ihre Fähigkeiten im Lebenslauf am besten angeben.

Überzeugen Sie mit Ihren Sozialkompetenzen! Darüber hinaus können Sie auch mit theoretischem Wissen punkten. Aber: Sie sollten immer versuchen, so früh wie möglich Praxiserfahrungen zu sammeln oder Praxisbezüge in Ihrem Bildungsweg herzustellen.

 

Ausbildung im Lebenslauf

Vor allem als Berufseinsteiger stellt Ihre Ausbildung einen wichtigen Teil Ihrer beruflichen Erfahrung im Lebenslauf da. Deshalb sollten Sie auch hier einige Dinge beachten.

  • Geben Sie Details wie die Ausbildungsbezeichnung, den erreichten akademischen Grad und den Ort der Ausbildung vollständig und korrekt an.
  • Nennen Sie Ihre letzten Projekte und Erfahrungen zuerst und sortieren Sie dabei wieder nach der Relevanz der erbrachten Leistungen.
  • Verzichten Sie auf das Nennen von in der Ausbildung erlernten Kompetenzen, welche nicht relevant für die angestrebte Stelle sind.
  • Kenntnisse und Qualifikationen, die Sie sich zur Zeit noch aneignen, können Sie mit auflisten, sollten Sie aber als „noch nicht abgeschlossen“ kennzeichnen.

 

Studium im Lebenslauf

Auch ein eventuell absolviertes Studium gehört in den Abschnitt „Beruflicher Werdegang“ oder „Bildungsweg“ mit hinein. Abhängig von den jeweiligen Umständen bereiten Sie also Ihre Daten folgendermaßen auf.

Ihr Studium ist eigentlich nicht weiter relevant für die angestrebte Stelle:

10/2015 – 04/2018 Bachelor of Arts in Medienwissenschaften, Universität Bremen 

Ihr Studium passt thematisch zur ausgeschriebenen Stelle, allerdings war Ihre Abschlussnote nicht im Einser-Bereich:

  • 10/2015 – 04/2018 Bachelor of Arts in Medienwissenschaften, Universität Bremen
    • Abschluss: Bachelor of Arts (Note 2,0)
    • Auslandssemester (am Institut XY, London)
    • Abschlussarbeit: „Influencer-Marketing“

Ihr Studium ist relevant für Ihren weiteren beruflichen Werdegang. Außerdem haben Sie Ihre Bachelorarbeit in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen verfasst. Sie hatten eine hervorragende Abschlussnote:

  • 10/2015 – 04/2018 Bachelor of Arts in Medienwissenschaften, Universität Bremen
    • Spezialisierung: Marketing
    • Abschlussarbeit: „Influencer-Marketing“ (Note 1,0)
    • Erstellt in enger Zusammenarbeit mit der „Online-Marketingfirma XY“
    • Abschlussnote: 1,7

 

Lücken im beruflichen Werdegang

Grundsätzlich sollten die zeitlichen Lücken zwischen Ihren beruflichen Stationen nicht größer als wenige Wochen sein, dies hinterlässt sonst nicht wirklich einen guten Eindruck und wirft zudem Fragen auf. Gibt es Gründe für den Bruch, sollten Sie diese offen und ehrlich, jedoch nicht zu ausschweifend erläutern. Verwenden Sie neutrale und positive Bezeichnungen wie beispielsweise „Phase der Neuorientierung“ statt „arbeitslos“. Zeigen Sie unter anderem mit der Auflistung von Fortbildungen, dass Sie Ihre Auszeit sinnvoll genutzt haben.

 

Unsere sieben Geheimtipps

Wenn Sie nun also Ihre Berufserfahrung individuell an das Unternehmen angepasst und aufbereitet haben, gibt es dennoch einige Aspekte und Tipps, die Sie unbedingt beachten sollten.

1. Ordnung ist das halbe Leben

Entscheiden Sie sich für ein Muster, dem Sie dann bei der Jobauflistung konsequent folgen. Sorgen Sie für Struktur und Übersichtlichkeit.

2. Liebe zum Detail

Fertigen Sie zwei bis drei Bulletpoints bezüglich der Aufgaben an, für die Sie bei vergangenen Anstellungen zuständig waren.

3. Das Wichtigste vorwegnehmen

Bereits wenn Sie das Bewerbungsanschreiben verfassen, können Sie Ihre wichtigste und passendste berufliche Station angeben. Sie bewerben sich auf eine kaufmännische Stelle? Dann deuten Sie im Bewerbungsanschreiben an, wie Sie erfolgreich mehrere Jahre bei einem ähnlichen Betrieb gearbeitet haben. Wenn Sie solch eine Angabe machen, sollte die Stelle bei einem Unternehmen gewesen sein, das der Personaler wahrscheinlich kennt und welches möglichst renommiert ist.

4. Der Ton macht die Musik

Verwenden Sie bei der Beschreibung Ihres beruflichen Werdegangs Verben mit einem starken und klaren Ausdruck. Verzichten Sie auf unverständliche Beschreibungen Ihrer Position. Leihern Sie nicht nur die einzelnen Aspekte in Ihrem Lebenslauf herunter. Seien Sie vielfältig und nutzen Sie Synonyme.

5. Im Hier und Jetzt

Achten Sie auf die Verwendung der richtigen Zeitform. Benutzen Sie das Präteritum für vergangene Jobs und das Präsens für Ihre derzeitige Anstellung.

6. In der Kürze liegt die Würze

Werfen Sie immer ein Auge auf den Umfang Ihrer Unterlagen. Geben Sie genug Informationen, damit der Personaler einen Eindruck von Ihren Qualifikationen erhält. Ihre beruflichen Stationen sollten aber keinesfalls über mehr als zwei Seiten hinwegreichen.

7. Den Nagel auf den Kopf treffen – Mit der passenden Lösung

Bewerben Sie sich bei mehr als nur einem Unternehmen? Dann ist es sinnvoll, mehrere Versionen Ihrer Bewerbungsunterlagen anzufertigen. So können Sie die jeweils relevanten beruflichen Stationen in den Fokus legen. Mit der Software-Lösung Vitapio gelingt Ihnen dies in kurzer Zeit mit nur wenigen Klicks.

Was nehmen Sie also mit? Fragen Sie sich, wer Sie sind und was von Ihnen erwartet wird. Mit langjähriger Berufserfahrung brauchen Sie keine detaillierten Ausschweifungen, jedoch kurze und ausdrucksstarke Präzision. Bei wenig Erfahrung sollten Sie vor allem Ihren Bildungsweg (Ausbildung oder Studium) in den Fokus setzen und auch mit Soft Skills überzeugen.

Mit Beachtung unserer Ratschläge werden Sie Ihre Berufserfahrung im Lebenslauf ins beste Licht gerückt haben! Damit das problemlos abläuft, können Sie jetzt Vitapio testen und damit durchweg überzeugende Lebensläufe und Bewerbungen erstellen!